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Photokina 2016 – mein Rückblick

Fahnen vorm Eingang Nord

Alle zwei Jahre findet die Photokina in Köln statt. So auch dieses Jahr. Seit der Photokina 1996 habe ich bisher jedes Mal – bis auf ein Jahr, in dem ich die Messe „geschlabbert“ habe – die weltweit größte Messe der Fotografie besucht. Als weltweit größte Messe hat sich die Photokina jedenfalls jahrelang selber bezeichnet. Ob das heute noch der Fall ist, weiß ich nicht. Ich habe da meine berechtigten Zweifel.

Obwohl der Andrang am Samstag, dem ersten der beiden Publikumstage, sehr groß war, war ich doch ein wenig enttäuscht: Früher war das ganze Messegelände in Köln belegt. Heute waren es etwas weniger die Hälfte der Hallen. Und das vermutlich auch nur, weil große Aktionsflächen geschaffen wurden. Sonst hätte die Situation vermutlich noch etwas trauriger ausgesehen.

Großer Andrang am Samstag

Großer Andrang am Samstag

Ich war jedenfalls nach dreieinhalb Stunden mit der kompletten Messe durch. Und das nicht, weil ich etwa im Laufschritt durch die Messe gelaufen wäre. Ganz im Gegenteil: Ich habe immer wieder angehalten und das eine oder andere ausgestellte Produkt in die Hand genommen.

Was mich aber insgesamt für die Zukunft hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass ich sehr viele (sehr!) junge Menschen gesehen habe, die die Messe besuchten. Die Generation „Smartphone“ eben, denen anscheinend ihr Smartphone doch nicht immer ausreicht und für anspruchsvolle Fotografie auch gerne Geld in passendes Equipment investiert. Warten wir ab, wie es 2018 aussieht 😉

Irix Objektiv

Irix Objektiv

Was ist mir noch aufgefallen? Neben unendlich vielen Ausstellern aus Fernost, die Stative und Co. ausstellten, die wir vermutlich in den nächsten Monaten auf den üblichen E-Commerce-Plattformen kaufen können, war es die Vielzahl von Objektiv-Herstellern. Gefühlt wurden noch nie so viele Objektive von Fremdherstellern angeboten. Neben den altbekannten Fremdobjektiv-Anbietern Sigma, Tamron und Tokina sind dies auch die Newcomer der letzten Jahre wie z.B. Samyang (u.a. als Walimex in Deutschland vertrieben). Es kommen aber auch immer mehr neue Anbieter, wie z.B. Irix, die hochwertige, überwiegend manuell zu fokussierende, Objektive anbieten. Und dies in überraschend guter Qualität.

Tokina 11-20mm / 1:2.8

Tokina 11-20mm / 1:2.8

Die Vielfalt nimmt also zu. Und so machte es mir eine große Freude, die verschiedenen Objektive kurz auszuprobieren. Egal, ob es ein Tokina AT-X 11-20 mm, 1:2.8 war, oder ein russisches Tele-Objektiv von Zenit.

Russisches Zenit Objektiv mit Canon-Anschluss

Russisches Zenit Objektiv mit Canon-Anschluss

Aber auch so konnte ich hier und dort ein paar interessante Dinge sehen. Z.B. wäre ich fast am Stand von Shootools vorbei gelaufen. Dabei stellte die italienische Firma ihren interessanten Pano-Motor-Kopf „Autopano“ vor.

Autopan-Steuerung

Autopan-Steuerung

Auch die (motorisierten) Slider der Firma gefielen mir. Knapp 1200 Euro für einen komplett motorisierten Slider inkl. Steuerung finde ich noch recht günstig. Mal schauen, ob ich den Slider einfach mal teste. Denn so ein Ding für Kamera-Fahrten finde ich besonders für die Zeitraffer-Fotografie extrem spannend!

Shootols Modula Slider

Shootols Modula Slider

Shootols Modula Slider Steuerungsgerät

Shootols Modula Slider Steuerungsgerät

Fazit: Ein wenig enttäuschend war sie, die Photokina 2016. Trotzdem habe ich ein paar sehr interessante Produkte entdeckt und die Masse der jungen Menschen zeigt mir, dass das Interesse an der Fotografie weiterhin hoch ist. Hoffentlich wird die Photokina 2018 wieder etwas spannender!

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